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Drei Wochen mit einem Teardrop Caravan-Prototyp: Schlichtheit, die Raum schafft


Es ist 2022, und an einem klaren Morgen stehen wir neben unserem ersten tropfenförmigen Prototypen, die Schlüssel in der Hand. Drinnen liegt der Duft von frischem Holz in der Luft. Die Luft ist kühl, doch die Sonne verspricht später am Tag Wärme. Drei Wochen mit Kindern und begrenztem Platz erfordern, dass alles reibungslos verläuft. Wird unser erster Test erfolgreich sein? Mit einem minimalistischen Design hoffen wir, mehr Freiraum zu schaffen.


Als Designer des Pure Camper konzentriere ich mich auf das Gesamterlebnis. Ein kompakter Raum funktioniert nur, wenn jedes Detail perfekt ist. Die Entwicklung eines Teardrop-Wohnwagens war eine Herausforderung. Diese Reise – von den Niederlanden über Deutschland und Österreich bis hin zur Überfahrt nach Elba – war keine Showroom-Präsentation, sondern ein echter Test, um zu sehen, ob alles funktioniert.


Von der Abreise nach Elba: der Rhythmus mit einer Teardrop Caravan

 

Der Rhythmus war vom ersten Tag an vorgegeben: fahren, anhalten, öffnen, ankommen. Mit einem Teardrop Caravan merkt man schnell, dass es beim Ankommen nicht ums Auspacken geht, sondern um eine einzige Handlung, die den Ort zu „Ihrem“ macht. Die Heckklappe ist oben, die Küche geöffnet, das Wasser steht bereit, und drinnen ist alles schon an seinem Platz.

Wir fuhren auf ruhigen Straßen und durch kleine Dörfer und nutzten Park4Night hauptsächlich als Inspiration für Orte, an denen man sonst vielleicht vorbeigefahren wäre. Nicht jeder Ort ist geeignet, aber es hilft, zu sehen, wo andere übernachten. Dank seiner leichten und wendigen Größe mussten wir selbst in Städten oder auf schmalen Seitenstreifen nicht lange zögern.

Auf Elba passte alles perfekt zusammen: Der Wohnwagen war kein Reiseziel, sondern ein praktisches Hilfsmittel. Die Kinder rannten voraus zum Strand, wir kochten Kaffee in der Außenküche, und drinnen war es angenehm kühl, um in Ruhe zu lesen. Genau diese Art von Komfort meine ich: nicht Luxus, sondern einfach unkompliziertes Reisen.


Schattiger Platz auf Rädern, Mittagszeit: Teardrop Caravan als Unterschlupf

 

Mittags wurde die Hütte zu unserem schattigen Rückzugsort. In einem Teardrop-Wohnwagen hat man keine Stehhöhe; das ist eine Einschränkung, die man nicht außer Acht lassen sollte. Da man sich darin aber nicht bewegt, sitzt man anders, betrachtet die Dinge anders und kann sich leichter entspannen.


Der Mechanismus ist einfach: Doppeltüren mit Schiebefenstern und ein zu öffnendes Dachfenster sorgen für angenehme Luftzirkulation, während die dicke Isolierung die Hitze draußen hält. Den praktischen Nutzen spürt man sofort, wenn die Sonne scheint: Die Luft bleibt in Bewegung, das Holz wirkt nicht steif, und der Blick findet ganz natürlich einen ruhigen Punkt zum Fokussieren.


An warmen Tagen auf Elba, während einer Hitzewelle – drückende Luft und grelles Licht – war der Unterschied zwischen dem Gefühl, die Hitze auf dem Campingplatz nicht mehr auszuhalten, und dem Gefühl, sich einfach nur entspannen zu können, deutlich spürbar. Mit offener Tür, dem Rücken an die ergonomische Rückenlehne gelehnt, den Blick entspannt nach draußen gerichtet. Das mag unbedeutend erscheinen, entscheidet aber darüber, ob man den Nachmittag als erholsam empfindet oder nicht. Ich hatte in der Planungsphase bereits einige Ideen dazu, aber ich hatte nicht erwartet, dass es so gut funktionieren würde.


Sitzen und Lesen: Es fühlt sich drinnen größer an

 

Der Innenraum wirkt geräumiger, weil alles auf Sitzhöhe angeordnet ist. Wenn man auf dem Bett sitzt und den Rücken an die Rückenlehne lehnt, wird der Blick vom Licht und nicht von Unordnung angezogen. Das ist kein Trick, sondern das Ergebnis des Weglassens unnötiger Elemente.


Ich habe festgestellt, dass Lesen unterwegs nur dann wirklich funktioniert, wenn man sich keine Gedanken um den Komfort machen muss. Zwei Leselampen, ein fester Platz für das Buch und ausreichende Belüftung, um Müdigkeit vorzubeugen, sind unerlässlich. Das Holz verleiht dem Ganzen eine sanfte, warme Atmosphäre, besonders abends, wenn es draußen dunkler wird.


Ein Gedanke, der mir während der Reise oft durch den Kopf ging: Wie kann ich mich hier nur so wohlfühlen? Das offene Design und die ergonomische Rückenlehne, alles in Reichweite und aus Holz gefertigt, tragen gemeinsam zu einem Gefühl des Wohlbefindens bei. Es funktioniert wirklich, dachte ich lächelnd.


Intelligenter Stauraum für vier Personen

 

Die Frage des Stauraums bereitete mir im Vorfeld die größten Sorgen. Mit zwei Erwachsenen und Kindern sammelt sich schnell viel Kleinkram an: Badekleidung, Schuhe, Bücher, Spiele, Kabel, Essen. Alles musste nicht nur hineinpassen, sondern auch leicht zu finden sein, ohne dass man alles auf den Kopf stellen musste.

Die Lösung bestand aus gestaffeltem Stauraum in Kombination mit leicht zugänglichem Platz: unter dem Bett, hinter der Rückenlehne und über dem Fußende mit offenen Fächern. Die Küche funktionierte nach demselben Prinzip: Schubladen für Besteck und Töpfe, ein Mülleimer, eine Schublade für eine 40-Liter-Kühlbox und frei zugängliche Alltagsgegenstände. Dank dieser festen Positionen musste man auch nach einem langen Fahrtag nicht lange suchen.

Was ich in der Praxis gelernt habe: Stauraum ist nur dann „clever“, wenn man ihn nutzt, ohne sich bücken, Dinge stapeln oder vorher etwas anderes herausräumen zu müssen. Deshalb haben wir bewusst einen Bereich freigelassen, damit er geräumig bleibt und man nicht den Überblick verliert.


  • Unter der Klappmatratze: Stühle, Tisch, größere technische Geräte wie das Sonnensegel

  • Hinter der Rückenlehne: Bücher, Lampen, kleine Alltagsgegenstände wie z. B. ein Ladegerät für Ihr Handy.

  • Hinter der Rückenlehne: Große, weiche Gegenstände wie zusätzliche Decken und Laken.

  • Oberhalb des Fußendes: Kleidung und allgemeine Gegenstände wie die Schwimmtasche.

  • Küchenschubladen: Platz zum Kochen, Geschirr, Abfallentsorgung und Kühlen ohne Umpacken

  • Über dem Küchenschrank: für Alltagsgegenstände, Flaschen und alles, was zum Zubereiten von Speisen griffbereit sein muss.

  • Zusätzlich auf der Deichsel: eine Kiste für Dinge, die nass oder sandig werden, oder für drei Fahrräder.



Stressfreies Parken, spontanes Anhalten

 

Parken war kein Problem mehr, und das änderte unsere Route. Mit einem kompakten Mini Caravan nimmt man viel eher Abzweigungen, die man sonst vielleicht verpasst hätte: eine schmale Straße zu einem Aussichtspunkt, ein Plätzchen am Fluss, ein kurzer Zwischenstopp in der Stadt.

Park4Night half uns, bei unserer Entscheidung Ruhe zu bewahren. Nicht als „Garantie“, sondern als eine Art Wegweiser für Erlebnisse. Wir wählten Orte, an denen man besonders ruhig sein kann: einen Feldrand, einen Parkplatz am Wasser, eine Ecke, wo man niemanden stört.


Der schönste Abend entstand durch einen Zufall. Im Dunkeln verfuhren wir uns und landeten auf einem schmalen Bergpfad. Kurz spürte ich die Anspannung: „Hier ist es zu eng“ – umkehren wäre ohne Katastrophe unmöglich gewesen. Wenig später kam ein Einheimischer auf uns zu, nicht verärgert, sondern eher neugierig, und zeigte uns einen Platz zum Zelten – mit einer Aussicht, die man nicht weit schwenken konnte. Am nächsten Morgen gab es ein Bier und ein köstliches Frühstück. Ein weiterer unvergesslicher Moment.


Sie suchen eine Mischung aus Freiheit und Komfort? Dann ist der Pure Camper Teardrop Caravan genau das Richtige für Sie – ein Premium-Mini-Wohnwagen, der für Abenteuer abseits der Zivilisation konzipiert wurde und über eine funktionale Außenküche verfügt.
Reiner Camper Teardrop-Caravan-Prototyp mit offener Heckküche bei einem Morgenstopp an einer ruhigen Straße

Abschluss

 

Nach drei Wochen unterwegs mit dem Prototyp des Pure Camper Teardrop können wir eines mit Sicherheit sagen: Hier vereint sich das Beste aus beiden Welten im Camping. Man behält das freie, spontane Gefühl des Reisens und hat gleichzeitig einen überraschend komfortablen „schattigen Platz auf Rädern“.


Vor allem an warmen Tagen haben wir gemerkt, wie schön es ist, für eine Weile ins Haus gehen zu können, die Türen offen, die Kinder draußen spielend, und trotzdem einen kühlen Platz zum Sitzen, Lesen und Entspannen zu haben.


Was uns am meisten beeindruckte, war, wie schnell man sich wie zu Hause fühlt: Der Sitzbereich lädt zum Entspannen ein, die Raumaufteilung ist logisch und der Stauraum ist geräumiger als erwartet. Darüber hinaus macht das leichte und wendige Fahrverhalten das Reisen angenehm – vom Parken in der Stadt bis hin zur Suche nach einem ruhigen Plätzchen unterwegs.


Natürlich ist auch ein Prototyp ein Lernprozess. Auf sehr unwegsamem Gelände stellten wir fest, dass Stabilität besondere Aufmerksamkeit erfordert, und für diejenigen, die länger netzunabhängig leben möchten, ist Solarenergie ein logischer nächster Schritt. Doch gerade diese Kombination aus solider Basis, klugen Entscheidungen und klaren Verbesserungsmöglichkeiten schafft Vertrauen.


Kurz gesagt: Der Pure Camper Teardrop hat unsere Reisen nicht nur komfortabler, sondern vor allem freier gemacht. Und wenn ein Wohnwagen es uns ermöglicht, tagsüber leichter ein Buch zu lesen, abends mehr Zeit im Freien zu verbringen und spontaner zu einem Zwischenstopp zu sagen, dann ist er für uns mehr als nur ein Campingfahrzeug. Er ist eine Art zu reisen.

Der Kern dessen, was ich mitnehme: Ehrlichkeit in Bezug auf die Grenze → Verbesserung des Mechanismus → mehr Sicherheit bei der Nutzung.

 


 


 
 
 

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